Die Birthälmer Kirchenburg eine bedeutende touristische Attraktion, erhielt 1993 den Status "UNESCO- Weltkulturerbe und ist durch ihre Silhouette weltweit bekannt.
 
 
   
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Wehrkirche von Biertan

Details: Material: Sandstein
Funktion: Kirchenfundament
Ort Satellitenbild: Biertan
Sammler: Egbert Schindler
Datum: 06. Juni 2008
Größe: 10-16 cm
Gewicht: 150-300 g
Artikelnummer: B-311HH
Lieferbarkeit:               , begrenzt

€ 29.99
$ 46.48

   

Zusatzinformationen

Die Wehrkirche von Biertan (deutsch Birthälm, ungarisch Berethalom) ist eine der größten Kirchenburgen in Siebenbürgen. Der Sakralbau war seit 1572 fast 300 Jahre lang Sitz des evangelischen Bischofs von Siebenbürgen und wurde aufwendig ausgestattet. Es ist die letzte gotische Hallenkirche, welche in Transsilvanien Ende des 15.Jahrhundert gebaut wurde.
Durch ihren guten baulichen Zustand erhielt sie 1993 den Status "UNESCO- Weltkulturerbe". Die Birthälmer Kirchenburg eine bedeutende touristische Attraktion und durch ihre Silhouette weltweit bekannt.


Historisches

Das Land im Karpatenbogen wurde bereits im 10. Jahrhundert von den Szeklern, einem magyarischen Volksstamm, besiedelt. Durch ein florierendes Handwerk und den Anbau von Wein entwickelte sich die Ansiedlung rasch zu einem bedeutenden Marktflecken.
Der Ort besaß zwischen dem 13.- und 16 Jh. noch keine Stadtmauern. Die Siedler waren deshalb den zahlreichen Überfällen und Plünderungen von Türken und Mongolen relativ schutzlos ausgesetzt. Es war nie genug Geld vorhanden, um die ganze Stadt mit einer Wehranlage zu umgeben. Um sich selbst vor den vielen Angriffen zu schützen, befestigten die verzweifelten Bürger aus der Not heraus ihre Kirche. Diese lag strategisch günstig auf einem steilen Hügel und konnte so einen Überblick über nahende Feinde bieten.
Bei Angriffen suchten bis zu 5000 Dorfbewohner innerhalb der Mauern Schutz und organisierten hier wochenlang ihr Leben. Weil es auf dem Kirchberg keine natürlichen Wasserquellen gab, gruben die Bewohner unterirdische Gänge zu den Brunnen im Dorf. In Belagerungszeiten krochen sie dann nachts durch diese Tunnel und versorgten sich mit dem lebensnotwendigen Wasser. Leider weiß man heute nicht mehr, wo sich diese Gänge befinden.

Die gotische Hallenkirche wird von 3 eindrucksvollen Ringmauern, sowie von neun Türmen und Basteien umgeben. Der Bau der drei Verteidigungsringe begann vor etwa 500 Jahren, der innere und älteste Mauerring der Burg wird sogar auf Ende des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts datiert.

Ein überdachter Treppenaufgang führt zur gewaltigen dreischiffigen Hallenkirche. Dort füllt der größte Flügelaltar Siebenbürgens mit 28 vorreformatorischen Bildtafeln die gesamte Chorwand.
Die mit wertvollen Holzeinlegearbeiten versehene Sakristeitür aus dem Jahr 1515 ist eine der größten Schätze der Kirchenburg. Sie ist mit einer raffinierten Mechanik ausgestattet und sollte mit einen automatischen Verschluss und 19 Riegeln die hierher verbrachten Kirchenschätze vor Plünderungen schützen.

Die Tür wurde auf der Weltausstellung 1900 in Paris ausgestellt und fand dort große Beachtung.

         
         
 
 
     
Sprache:
Deutsch
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Italienisch