Wartburg Eisenach Steine kaufen
€ 29.99 |
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Zusatzinformationen
Den Besucher erwartet auf dem 400 Meter hoch gelegenen Felsplateau inmitten eines Landschaftsparks, welcher zu Fuß oder mit einem traditionellen Ritt auf einem Esel erklommen werden kann, ein überraschender Mix aus Romanik, Gotik, Renaissance und Historismus. Die Wartburg ist eine Burg in Thüringen, malerisch inmitten eines Waldes über der Stadt Eisenach gelegen und erwarb ihren Namen nach einem humorvollen Mythos. Als der Begründer den Berg, auf dem das Schloss heute sitzt, zum ersten Mal sah, schrie er, vom Ort entzückt, angeblich auf: „Wart’, Berg – du sollst mir eine Burg tragen!“ Die tatsächliche Bedeutung des Namens ist Wach-, Wächterburg.
Historisches
Der Legende zufolge wird die Wartburg im Jahre 1067 von Graf Ludwig dem Springer gegründet. Mit ihm beginnt die beispielhafte Entwicklung des wohl einflussreichsten Geschlechts im Heiligen Römischen Reich. Durch geschickte politische Schachzüge, Rodungen, Landraub und eine kluge Heiratspolitik wachsen Macht und Einfluss des Thüringer Grafengeschlechtes im mitteldeutschen Raum rasch an, untermauert zusätzlich durch die kaiserliche Übertragung der Landgrafenwürde. Die "Ludowinger", üben ihre Macht in der deutschen Nation ca. 200 Jahre aus, die Wartburg ist die bekannteste Burg dieses Adelsgeschlechtes. Als repräsentativer Wohnbau der Landgrafen wurde zwischen 1157 und 1170 der Palas errichtet, welcher in seiner Art bis dahin einzigartig und selbst heute noch als der besterhaltene romanische Profanbau nördlich der Alpen gilt. Seine spätromantische Dimensionen, die gestalterische Klarheit, sowie die reiche Bauzier verweisen auf die ebenbürtige Nachbarschaft stauferzeitlicher Pfalzen. Durch eine Halle mit drei Toren gelangt man heute in die schmale Vorburg, die rechterhand von Margarethengang, Vogtei und Ritterhaus, links vom Elisabethgang gesäumt wird. Fachwerkbauten und die der alten Ringmauer aufgesetzten Wehrgänge entstammen großenteils dem 14. und 15. Jahrhundert. Ebenso der Süd- oder Pulverturm, in welchem sich das unterirdische Verlies befindet. In dieses wurden die Gefangenen per Seil durch das so genannte „Angstloch“ hinab gelassen und dort einem langen qualvollen Siechtum überlassen. An die einstige Ringbebauung erinnern nur noch das historisierende Ritterbad von 1889/90 und das so genannte Gadem, das Gästehaus. In den 50er und 60er Jahren des 19. Jahrhunderts entstand im historischen Stil über alten Fundamenten, der mittlere Gebäudekomplex aus Neuer Kemenate, Torhalle und Dirnitz, welcher Vor- und Hofburg voneinander trennt. Der alles überragende Bergfried steht mit seinem Kreuz für die religiöse Bedeutung der Burg. Von 1211 bis 1227 lebte die später heilig gesprochene Elisabeth von Thüringen auf der Burg. Der Reformator Martin Luther versteckte sich hier 1521/22 als „Junker Jörg“ und übersetzte während dieser Zeit in nur 11 Wochen das Neue Testament der Bibel ins Deutsche. Ebenso weilte Johann Wolfgang von Goethe mehrfach hier, erstmals im Jahr 1777. Die Wartburg diente Ludwig II. von Bayern als Vorbild für sein im Allgäu gelegenes Schloss Neuschwanstein. Das Schloss und die Burg ähneln sich nicht nur aus einigen Blickwinkeln in der Silhouette, auch der Festsaal wurde für das Schloss des bayerischen Königs nachgeahmt. Die Wartburg wurde vielfach literarischer Schauplatz; am bekanntesten durch Richard Wagners Tannhäuser und die Literaturzeitschrift „Wartburgstimmen“, vor dem Ersten Weltkrieg. Im Dezember 1999 wurde die Wartburg von der UNESCO in die Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen und im Jahre 2001 in die Liste national bedeutsamer Kultureinrichtungen in Ostdeutschland, welche als Blaubuch bezeichnet wird. |