Steine Kloster Einsiedeln Schwyz
€ 49.95 |
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Zusatzinformationen
Das Kloster Einsiedeln ist eine Benediktinerabtei in der Gemeinde Einsiedeln im Kanton Schwyz. Das Kloster ist mit seiner Schwarzen Madonna in der Gnadenkapelle, eine bedeutende Station auf dem Jakobsweg und Ziel zahlreicher Pilger und Touristen. Auch das Benediktinerinnen-Kloster Fahr bei Zürich gehört seit seiner Gründung im Jahre 1130 mit zur Abtei Einsiedeln. Zusammen bilden beide das weltweit einzige noch erhalten gebliebene Doppelkloster im Benediktinerorden.
Historisches
Der Benediktiner Meinrad von der Insel Reichenau zog sich im Jahr 835 als Einsiedler in die Gemeinde Einsiedeln im Kanton Schwyz zurück. Da ihm weitere Einsiedler folgten, fasste Eberhard, ein vornehmer Priester aus Straßburg, diese 934 zu einem Benediktinerkloster zusammen. Otto I. bestätigte 947 die Gründung des Stifts und gewährte diesem außer Land, eine freie Wahl des Abtes und Immunität. Am 14. September 948 soll Christus in Begleitung von Heiligen und Engeln erschienen sein und die Kapelle geweiht haben. Daraufhin besuchten Tausende Pilger zum Fest der Engelweihe das geistliche und kulturelle Zentrum für ganz Alemannien. Während des Spätmittelalters kamen die Pilger der Marienwallfahrten sogar aus Norddeutschland und den Niederlanden. Sie kauften Pilgerzeichen, beteten zur Heiligen Maria und tranken heilkräftiges Wasser. Bis in die heutige Zeit hat sich die Sage vom wundersamen Wasser aus dem zwölfarmigen Marienbrunnen erhalten. Es heißt, wer mindestens aus jeden der zwölf Wasserspender einen Schluck Wasser trinkt und dabei in brünstig an die Heilige Maria betet, wird von einer Krankheit geheilt. Viele Besucher kommen nur wegen diese Sage von weit her gereist. Die Schwarze Madonna von Einsiedeln ist ein spätgotisches Gnadenbild aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Die schwarze Hautfarbe stammt vom Ruß der vielen Kerzen, die Gläubige vor der heiligen Figur im Gebet angezündet haben. Ihr spanisches Gewand wird entsprechend dem Kirchenjahr gewechselt. Der Heilige Benedikt schreibt bereits im 6. Jahrhundert in seiner Regel, dass es nie an Gästen im Kloster fehlen darf. Seit mehr als 1000 Jahren klopfen täglich Pilger, Fremde, Arme und Touristen aus allen Bevölkerungsschichten an der Eintrittspforte an, um sich im Kloster für einige Tage zurückzuziehen, nach dem Sinn des Lebens zu suchen, um sich auf eine neue Lebensphase vorbereiten, eine Berufung zu prüfen oder um in der Nähe Gottes neue Kraft zu tanken. Sie finden einfache Wohnverhältnisse vor, können jedoch in wunderschöner Umgebung und bei guter Lektüre Ruhe und Entspannung finden. Hinter der rund 300-jährigen imposanten barocken Klosterfassade verbirgt sich ein halbes Dorf. Das Benediktinerkloster dient als Wohnraum für eine knapp 80 köpfige Klostergemeinschaft, als Stiftsschule für 340 Schülerinnen und Schüler, als Pfarrei für Sekretariat und Pfarreiseelsorger und steht Besuchern und Gästen des Klosters zur Besichtigung offen. Unter seinem Dach finden zehn verschiedene Werkstätten Platz, ebenso eine Klosterkellerei für die Herstellung, Pflege und Lagerung des klostereigenen Weines, das wohl älteste noch existierende Gestüt mit einem Marstall für rund 35 Pferde und eine moderne und zweckdienlich eingerichtete Küche und Wäscherei. Ständig werden einzelne Gebäude saniert, restauriert und den neuen Bedürfnissen angepasst. So wurden für die Mönche verschiedene Klausurzellen erneuert, die Barockbibliothek und der alte Kapitelssaal restauriert. In den nächsten Jahren soll der barocke Marstall restauriert werden, das Musikhaus neu gebaut und der Klosterplatz, einschließlich der Arkaden saniert werden. |